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Wie wunderbar es ist, die Möglichkeit zu haben, einen Garten anzulegen, der nur dafür da ist, um zu testen, wie die Prinzipien unterschiedlicher Kulturen und Wirtschaften miteinander harmonieren. Die Idee hinter dem Anlegen eines solchen Gartens ist es, die Vorteile der Permakultur, eines naturnahen Gartens, des Einsatzes von Mischkultur und die der Forstwirtschaft zu vereinen und dabei von der Natur und den Gegebenheiten zu lernen. Ungeachtet jeglichem Drang nach Erfolg. Sondern vielmehr mit dem Wunsch einen Garten anzulegen, um auszuprobieren, ob dicht gepflanzte „Beipflanzen“ in Form von Blumen und Kräutern wirklich den größeren Ertrag bewirken, wie in unserem Testgarten für Obstgewächse. Die unterschiedlichen Sorten gut miteinander harmonieren, das Unkraut den Garten überwuchert oder das Mulchen wirklich viel bewirkt.

Pflanzung im Testgarten

Unseren Testgarten habe ich dafür nach dem Dynamische Agroforst-Verfahren bepflanzt. Die unterschiedlichen Bio-Pflanzen wurden mir aus dem Bio-Sortiment von toom zur Verfügung gestellt. Welche genau und wie ich bei der Vorbereitung und Pflanzung vorgegangen bin, könnt Ihr in diesem Beitrag nachlesen.

Boden, Unkraut und Mulchschicht in der Praxis

Nachdem ich also im Frühjahr unsere Gartenfläche von etwa 40 Quadratmeter mit Blumen, Kräutern, Sträuchern und Obstbäumen bepflanzt habe, habe ich die ersten Wochen nur beobachtet und hin und wieder gegossen.

Das Dynamische Agroforst-Verfahren kombiniert Aufforstungs- und unterschiedliche Anbaumethoden, die zu einem höheren Ertrag führen sollen. Es soll außerdem einen ausgelaugten Boden, zum Beispiel im (Neu)Baugebiet fruchtbar machen, nur durch die Bepflanzung. Auf neuen Dünger, in Form von Kompost, habe ich somit in unserem Testgarten bewusst verzichtet und ihn lediglich etwa 30 Zentimeter umgegraben, damit die fruchtbare Ordnung bestehen bleibt. Direkt nach der Pflanzung kann um die Pflanzen herum eine Mulchschicht aus Geäst und Stroh aufgebracht werden, damit der Boden vor zu schnellem Austrocknen geschützt und die Unkrautbildung reduziert wird. In der Natur entsteht, jedoch erst mit der Zeit Mulchmaterial, durch zum Beispiel das Abbrechen von Ästen. Zudem verspricht das Dynamische Agroforst-Verfahren, durch die Pflanzenkombination in Höhe, Breite und Tiefe optimale Bedingungen zu schaffen und die Unkrautbildung zu reduzieren. Auf das Mulchen habe ich somit auch zunächst verzichtet.

Mein bisheriges Resultat: Der Boden, den ich zuletzt im Jahr davor mit Kompost angereichert habe, scheint ausreichend Nährstoffe zu speichern und abzugeben. So wächst fast alles wie verrückt. Die Pflanzen, aber auch das Unkraut. Ohne ein tägliches Unkrautzupfen oder einer Mulchschicht ging es eben doch nicht.

Pflanzenkombination in der Praxis

Eine Kombination aus unterschiedlichen Obst-, Kräuter- und Blumensorten ist wunderbar, doch was mich an diesem Verfahren besonders Neugierig gemacht hat, war die Kombination der Pflanzung. Eine Art Mischkultur, doch anders als in unserem Gemüsegarten. In unserem Testgarten geht es ausschließlich um die Kombination zwischen Obst, Kräutern und Blumen. Interessant, oder? In unserem Gemüsegarten achte ich neben der üblichen Mischkultur für Gemüse und Obst, bei der Planung und späteren Ausführung auf die Ausrichtung zur Sonne. Damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig unnötig beschatten. Beim Dynamische Agroforst- Verfahren ist das etwas anders, denn es geht vielmehr unter anderem um die Dichte und die Vielfalt der Pflanzen. Schaut Ihr Euch einmal diesen Pflanzplan etwas genauer an, könnt Ihr sicher meine Neugier verstehen. Denn bereits die Theorie zeigt, dass sich die Pflanzen bis zum Schnitt gegenseitig beschatten.

Mein bisheriges Resultat: Von der Qualität der Pflanzen aus dem naturtalent Sortiment bin ich begeistert. Obstsorten wie Apfel „Goldparmäne“, die Stachelbeere und die Heidelbeeren trugen und tragen bereits Früchte. Die Jostabeere, die rote Johanisbeere und die Erdbeeren, wie die Sträucher Forsythie und Deutzie wachsen, zeigen bislang noch keine Blüten. Die Pfingstrose ist in der Regel anpassungsfähig, bislang haben sich jedoch nur kurze Triebe gebildet. Das indische Blumenrohr und Lilien oder die Kräuter Salbei und Thymian habe ich seit der Aussaat und der Pflanzung nicht wieder entdeckt. Dagegen wächst die Zitronenmelisse prächtig, wie auch alle anderen Blumen und die Blumenwiese für Bienen und Schmetterlinge. Ingesamt könnt Ihr also erkennen, vergleicht Ihr den Pflanzplan, gedeihen all die Sorten wunderbar, die nicht von höheren Pflanzen beschattet werden. Die reine Kombination aus Vielfalt und Dichte hat in unserem Garten also (noch) nicht zu einem reichen Ertrag geführt. Ich bleibe weiterhin gespannt und warte ab, im Herbst kommt der Schnitt. Was ich dabei beachte und wie sich der Garten bis dahin entwickelt, erzähle ich Euch dann.

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit toom Baumarkt. Lieben Dank dafür.

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