Pünktlich zum Start in das Gartenjahr ist der Garten wieder in Bewegung. Ich liebe diese Phase, denn gerade jetzt kann von den Erfahrungen der letzten Jahre gezerrt werden. Bestehende Beete können erweitert, andere aufgegeben oder zu Blumenwiesen umgestaltet werden. Was die Gründe für meine Garten(um)gestaltung in diesem Jahr sind und worauf ich bei der Planung achte, verrate ich Euch im heutigen Beitrag.

Gartengestaltung –

Warum ich mich für einen Bauerngarten entschieden habe

Die letzen Jahre waren unterschiedliche Beete auf unserem gesamten Garten verteilt. Ein 100 Quadratmeter großes Erdbeerbeet in der Nähe des Beerengartens. Ein fast gleich großes Beet für Kartoffeln gegenüber des Nutzgartens. Blumenbeete, ein Tomatenhaus und das Kräuterbeet an anderen Stellen. Doch in diesem Jahr wird ein Teil der verstreuten Beete verkleinert und in ein großes zusammengefasst – nämlich einem Bauerngarten. In dem ich innerhalb der Fruchtfolge und Mischkultur anbauen werde.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Zum einen sind es die kürzeren Wege, denn bei einem Laufweg von bis zu 250 Metern musste ich mir genau überlegen, ob alle Utensilien eingepackt sind. Zum anderen ist es der große Ertrag der von uns, Familie und Freunden auch gegessen werden muss. Viel ausschlaggebender sind für mich jedoch die Vorteile der Mischkultur und Fruchtfolge, also die Kombination aus Gemüse-, Obst-, Kräuter und Blumenbeeten, die ich in einem Bauerngarten umsetzen kann. Denn so werden nicht nur die Beetflächen optimal genutzt, sondern die Pflanzen- und Bodenkultur gefördert.

Gartenplan für den Bauerngarten erstellen

Bei der Neuanlage des Bauerngartens und der Beete innerhalb dieses Bereiches ist es mir besonders wichtig, dass sie gut zu erreichen sind. Eine passende Größe haben und sinnvoll aufgeteilt sind. Denn eins der wichtigsten Dinge, die für mich das Gärtnern ausmachen, ist die Freude daran. Und damit diese auch das ganze Gartenjahr über anhält, berücksichte ich bereits beim Erstellen des Gartenplans wichtige Faktoren.

Gartengröße bestimmen

Zunächst stecke die jeweiligen Ausgangspunkte im Garten mit einem stabilen Stock ab und messe die genaue Gartengröße mit einem entsprechenden Entfernungsmesser. Das Bestimmen der genauen Gartengröße ist für die weitere Planung der Abstände und Beetgrößen entscheidend. Die stabilen Stöcke lasse ich bis zur tatsächlichem Umsetzung im Boden.

In meiner Zeichnung gehe ich von einem Maßstab 1cm=1m aus.

Abstände einhalten

Nachdem die genaue Gartengröße bestimmt ist, kann mit dem Zeichnen losgelegt werden. Als erstes bestimme ich einen Abstand von 0,50 Meter zum Rand. In meinem Fall zum Zaun und den Hecken.

Garten in Bereiche einteilen 

Wie Ihr sehen könnt habe ich unseren Bauerngarten in 4 gleich große Bereiche eingeteilt. Innerhalb des jeweiligen Bereiches und der dazugehörigen Beetbereiche kann nun nach Herzenslust gestaltet werden. Eine Möglichkeit wäre auf einem Teil des Beetbereiches 1  verschieden große Tontöpfe zu stellen, anstelle eines normalen Gemüsebeetes. Ein Teil der Beete 3 könnten zum Beispiel für einen Kräutergarten zu einem großen Beetbereich zusammengefasst werden. Durch die Einteilung in 4 gleich große Bereiche bleibt eine Grundsymmetrie und Struktur bestehen, die mir auch im Garten wichtig ist.

Beetgröße und Ausrichtung bestimmen 

Eine Beetbreite von etwa 1,20 Meter ist ideal, denn so können die Beete vollständig von allen Seiten bequem erreicht werden. Damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig beschatten, richte ich die Beete in Richtung Süden aus.

Wege und Abstände einplanen

Zwischen den einzelnen Beeten plane ich einen Abstand von 0,50 Meter ein. Um den Hauptweg auch mit einer Schiebkarre befahren zu können ist eine Breite von mind. 1,50 Meter ausreichend. Für die Zwischenwege, die vom Hauptweg abgehen habe ich 0,80 Meter eingeplant.

Wozu ist ein Gartenplan sinnvoll?

Um all‘ die Ideen, die zu Beginn eines Gartenjahres bestehen auch sinnvoll in die Tat umsetzen zu können, benötige ich definitiv einen Gartenplan. Er dient mir als wichtige Orientierung für das tatsächliche Anlegen der Beete und als Basis für den Bepflanzungsplan. Dafür ist es sehr gut zu wissen wieviele Beete in welcher Größe zu Verfügung stehen.

LASST ES MICH GERNE WISSEN

Schreibt mir gerne im zweiten Teil meiner Serie in den Kommentaren, ob Ihr für verschiedene Beispiele für euren Garten oder Balkon einen individuellen Pflanzplan mit Mischkultur und Fruchtfolge sehen möchtet, um das ganze Jahr über ernten zu können!

Theorie in die Praxis umsetzen

Sobald der starke Frost vorüber ist kann die Theorie in die Praxis umgesetzt werden.Was ich säe und pflanze, sowie Inspirationen für euren Garten und Balkon, verrate ich Euch im 2. Teil meiner Serie zur Gartengestaltung. Weitere Ideen für eine Gartengestaltung findet auf meinem Pinterestboard.

 

PS: Hier gehts entlang zu Teil 1 bis 3 meiner Rosmarin-Serie für den Kräutergarten.


Hier findet Ihr die Teile 1-4 zur Serie „Gartengestaltung – von der Auswahl bis zur Ernte“ zum Nachschlagen!

Im 1. Teil findet Ihr hilfreiche Tipps zum Erstellen eines Gartenplans und somit zur Beetgröße, der Beetausrichtung und der Wege innerhalb eures Gartens.

Im 2. Teil könnt Ihr Euch durch verschiedene Gemüse- Obst- und Blumenkombinationen inspirieren lassen und somit für Euch festlegen, welches Obst und Gemüse Ihr bei Euch im Laufe des Jahres säen und pflanzen möchtet.

Teil 3 dieser Serie verrät Euch wie und wozu Ihr das ausgewählte Obst und Gemüse in Fruchtfolge, Fruchtwechsel, Mischkultur einteilt.

Im 4. Teil habe ich die Einteilung in Fruchtfolge, Fruchtwechsel und Mischkultur für unseren Bauerngarten und für Euch übernommen, sodass ich Euch eure favorisierten Anbaupläne aus dem 2. Teil der Serie vorstelle und Ihr diese praktischen Beispiele und Anbaupläne kostenlos herunterladen könnt.

Leave A

Comment

Februar 28, 2018
Toller Beitrag. Vielen Dank. Lg
Antworten
    Osmers
    März 1, 2018
    Das freut mich, lieben Dank!
    Antworten