Teil 1: Rosmarin durch Stecklinge vermehren

Wie Du sicher schon gemerkt hast gehört das Rosmarin definitiv zu einen meiner liebsten Gewürzkräuter! Wäre es nicht ein Traum dieses immergrüne Kraut rund um die Terrasse, den Garten oder auf dem Balkon zu pflanzen? Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen mir diesen Wunsch zu erfüllen und nicht nur mein Kräuterbeet zu erweitern, sondern auch sonnige Gartenwege damit zu gestalten. Hach, ich freue mich schon jetzt darauf! Hast Du Lust mitzumachen? Wie ich es vermehre, pflege und im nächsten Jahr einpflanze, zeige ich dir in einer großen Serie. Den Anfang mache ich heute mit: Rosmarin durch Stecklinge vermehren

Dieses wunderbare Gefühl, eigene kleine Jungpflanzen heranzuziehen, mit dem Wissen sie im nächsten Jahr auszupflanzen ist einfach herrlich! Also, lass uns gleich loslegen.

Dafür benötigst Du:

  • junge Triebe
  • ein scharfes Messer oder eine scharfe Schere
  • kleine Gefäße mit Wasser gefüllt oder Anzuchterde, Anzuchttöpfe, Untersetzer

Da es sich beim Rosmarin um ein mehrjähriges Kraut handelt, kannst Du es sehr leicht vermehren. Und zwar, entweder im Wassergefäß oder in Anzuchtöpfen. Weil beides nicht nur super gelingt, sondern auch sehr dekorativ ist, habe ich mich für beide Varianten entschieden.

Vermehrung durch Stecklinge

Wähle für die Vermehrung junge Triebe aus, die keine Knospen oder Blüten tragen. Und verwende bei der Ernte idealerweise eine scharfe Schere oder ein scharfes Messer, um Quetschungen an deinen Stecklingen zu vermeiden.

Entferne nun mit einem scharfen Messer etwa Zweidrittel der Nadeln. Wenn Du alle Nadeln stehen lassen würdest, wäre die Verdunstung des Wassers zu groß und die Stecklinge würden nicht mit ausreichend Wasser versorgt werden.

Bewurzeln im Wassergefäß

Rosmarin bewurzelt im Wasser sehr leicht. Wähle dazu ein Wassergefäß aus, indem die Stecklinge aufrecht stehen und nicht untertauchen können und wechsle das Wasser idealerweise täglich. An einem sonnigen Platz auf der Fensterbank werden die Stecklinge nach etwa drei Wochen bewurzeln und du kannst sie vorsichtig in Töpfe zum überwintern setzen. Wie das genau gemacht wird, zeige ich dir in der nächsten Reihe.

Bewurzeln in Anzuchttöpfen

Alternativ kannst Du Rosmarin auch in Anzuchtöpfen bewurzeln lassen. Ich habe mich für DIY-Töpfe aus Zeitungspapier entschieden. Andere kleine Töpfe, Aussaatschalen oder Quelltöpfe sind dafür auch geeignet. Wichtig ist dabei nur, dass Du nährstoffarme Erde verwendest.

Befülle die Töpfe also nun mit der Erde und gieße sie, bis eine feuchte Masse entsteht. Bohre im nächsten Schritt mit einem Bleistift in kleines Loch vor. Stecke nun (ein Steckling pro Topf) in die feuchte Erde. Achte dabei darauf, dass er nicht auf dem Boden aufstößt und aufrecht steht. Auch bei dieser Variante bewurzeln die Stecklinge an einem sonnigen Platz auf der Fensterbank nach etwa drei Wochen. Achte darauf, dass die Erde leicht feucht bleibt. Nachdem sich Wurzeln gebildet haben, kannst sie vorsichtig in Töpfe zum überwintern setzen. Wie das bei dieser Variante genau geht, zeige ich dir auch in der nächsten Reihe.

Das Wochenende steht vor der Tür! Und ich freue mich, wenn Du Lust hast mitzumachen und regelmäßig hier vorbeizuschauen, um zu sehen wie es weitergeht. Zeig mir deine Fortschritte doch auch liebend gern auf Instagram unter  #osmersgarten

PS: Falls Du noch keinen Rosmarin im Garten hast, ist noch genug Zeit, um dir in der Gärtnerei einen gesunden Strauch zu kaufen und mit der Vermehrung loszulegen.

Ich freu mich drauf!

Alles Liebe,

Swetlana

 

 

 

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[…] besteht noch Hoffnung. Über eine liebevoll bebilderte Anleitung für Rosmarin bin ich im Blog von Swetlana Osmers gestolpert und erwäge einen Versuch mit einer frostharten Sorte wie ‚Blue […]
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