Wie wunderbar es doch ist, wenn aus dem eigens gewonnen Saatgut eine reichliche Anzahl an Tomatenpflänzchen heranwächst.  Denn der Geschmack von den eigenen sonnengereiften Tomaten, frisch gepflückt vom Strauch ist doch einfach unvergleichlich. Ich bin mir ganz sicher auch Ihr denkt ähnlich. So viele wunderbare Nachrichten und Bilder haben mich in letzten Wochen erreicht – einfach herrlich!
Wie Ihr den besten Zeitpunkt fürs Vereinzeln erkennt und was beim Topfen wichtiges zu beachten ist, verrate ich Euch in diesem Teil der Serie. Tomaten – Vermehren, pflegen, ernten Teil 3: Pikieren und topfen

Für das Pikieren/Vereinzeln benötigt Ihr:

Bleistift als Pierkierstab, alternativ dieses Set*

Zeitungspapier und eine Papiertopf-Presse*, alternativ Anzuchttöpfe*

Bio-Anzuchterde* Hierbei ist es wichtig, dass Ihr wieder auf eine nährstoffarme besser gesagt salzarme Erde zurückgreift und keine herkömmliche Blumenerde verwendet. Herkömmlich Blumenerde enthält u.a. mineralische Salze, die ein Keimen und eine starke Wurzelbildung stark hemmen.

Für das Topfen benötigt Ihr:

Nährstoffreiche Erde aus der Gärtnerei oder Kompost
Pflanztöpfe, sehr gut eignen sich gebrauchte Plastikpflatztöpfe, die Ihr vorher heiß abspült

Übertöpfe alternativ einfache Untersetzer für die Pflanztöpfe
Schildchen zum Beschriften alternativ Tesafilm und einen Folienstift

Tomaten pikieren

Wachsen bei Euch mehrere Pflänzchen in einem Anzuchttopf, wird pikiert also vereinzelt. Vereinzelt wird, um jeder einzelnen Pflanze genug Platz für die Wurzelbildung zu geben.

Eine Möglichkeit besteht darin nur das kräftigste Pflänzchen im Anzuchttopf stehen zu lassen und alle übrigen mit den Fingern vorsichtig herauszuziehen und zu entsorgen.
Eine Andere ist, die übrigen Pflänzchen statt mit den Fingern vorsichtig mit einem Bleistift/Pierkierstab herauszulösen und sie vorsichtig in einen neuen Anzuchttopf zu pflanzen.

Tomaten pikieren- Schritt für Schritt

Entscheidet Ihr Euch für die zweite Variante und wollt möglichst viele Tomatenpflanzen gewinnen, bereitet Ihr im ersten Schritt neue Anzuchttöpfe vor. Dafür befüllt Ihr die neuen Anzuchttöpfe mit nährstoffarmer Erde. Meine liebste Variante ist es Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier in unserem Bräter griffbereit aufzubewahren.
Im Anschluss bohrt Ihr, zum Beispiel mit einem Bleistift ein kleines Loch für das Tomatenpflänzchen in die Erde, um die Wurzeln beim Einpflanzen nicht zu verletzten. Danach steckt Ihr das Tomatenpflänzchen vorsichtig in das Loch und drückt es mit ein wenig weiterer Erde vorsichtig an.

TIPP: Der große Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist – also die kleinen Pflänzchen nicht direkt in einen größeren Topf mit nährstoffreicher Erde zu topfen, dass die Tomatenpflänzchen in Anzuchttöpfen mit nährstoffarmer Erde die Energie in eine kräftige Wurzelbildung  stecken und so kräftiger und widerstandsfähiger werden. Denkt auch hier wieder daran die Töpfe zu beschriften.

Tomatenpflege bis zum Topfen

Bis die kleinen Pflänzchen getopft werden, sollten sie immer wieder leicht gegossen werden und an einem hellen Platz stehen. Ideale Bedingungen sind viel Licht und eine warme Temperatur bei etwa 20 Grad. Diese Bedingungen erreicht Ihr indem Ihr die kleinen Pflanzen ohne einer Abdeckung an die hellste Stelle oder Fensterbank im Haus oder der Wohnung stellt. Bekommen die Pflanzen zu wenig Licht, bei zu hoher Wärme „vergeilen“ sie. Es bilden sich dann lange, dünne Pflanzen. Ist das bei euch im Moment der Fall, empfehle ich euch sie an einen helleren oder etwas kühleren Platz zu stellen.

Tomaten topfen

Erst wenn die Tomatenpflanzen kräftige Wurzeln gebildet haben, werden sie in den endgültigen Topf getopft. Das macht sie kräftiger und widerstandsfähiger.

Den richtigen Zeitpunkt für das Topfen erkennt Ihr, wenn neben den Keimblättern auch kleine Laublätter entstehen. Ab jetzt benötigen die Tomatenpflänzchen reichlich Nährstoffe damit sie zu kräftigen Tomatenpflanzen heranwachsen. Befüllt dafür den endgültigen Pflanztopf mit nährstoffreicher Erde. Gut eignet sich dafür gute Bio-Blumenerde aus einer Gärtnerei oder Kompost. Drückt eine kleine Mulde in die Erde. Stellt in diese Mulde eurer Pflänzchen mit samt dem Zeitungspapier und alternativ nur mit der nährstoffarmen Erde umschlossen und befüllt den Topf vollständig mit nährstoffreicher Erde und gießt sie leicht. Ab jetzt sollten die Töpfe immer wieder leicht gegossen werden und wieder an dem hellen Platz stehen.

Bei welcher Pflege Tomatenpflanzen bis zum Auspflanzen besonders gut gedeihen und kräftig werden, verrate ich Euch im nächsten Teil der Serie. Erzählt mal! Wie klappt es bei Euch? Wachsen eure Pflänzchen gut oder stellen sie Euch vor kleine Herausforderungen?

Hier findet Ihr die Teile 1-3 zur Serie „Tomaten – Vermehren, pflegen, ernten“ zum Nachschlagen!

Im 1. Teil findet Ihr hilfreiche Tipps zur Saatgutgewinnung

Im 2. Teil zeige ich Euch wie die Profis Tomatensaatgut aussäen und verrate dabei einen super Geheimtipp!

Im 3. Teil zeige ich Euch wie Ihr den besten Zeitpunkt fürs Vereinzeln erkennt und was die Tomatenprofis vom Tomatenhof beim Topfen wichtiges beachten.

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