Wenn ich mich entscheiden müsste, welche Gartenblume in unserem Garten nicht fehlen darf, dann ist es Mutterkraut. Sie ist sehr anspruchslos, blüht üppig von etwa Mai bis in den späten Oktober und verleiht jedem Garten und Blumenstrauß einen ganz besonderen Charme.

In unserem Garten blühen gefüllte und ungefüllte Sorten. Mutterkraut eignet sich als Füllmaterial und als eigenständiger Blumenstrauß. Einmal gesät oder gepflanzt, vermehrt es sich über die Selbstaussaat von ganz alleine. Nach der ersten Blüte (etwa Ende Juli) schneide ich die eingetrockneten Blüten ab und verteile sie als „Samen“ in unserem Garten, in geschützt gelegenen Beeten. Diese Samen überwintern. Ihr erstes Grün zeigt sich bereits ab Februar und die Blüte ab etwa Mai. Durch den Schnitt nach der ersten Blüte (etwa Ende Juli) blühen sie ein zweites Mal, bis in den späten Oktober. Um Läuse von Mutterkraut fernzuhalten pflanze ich Dill direkt daneben. Läuse lieben Dill mehr, als Mutterkraut und setzen sich auf den Dill, statt aufs Mutterkraut.

Anzucht

Mutterkraut habe ich vor einigen Jahren eineinziges Mal im Haus vorgezogen, um sie in in den nächsten Jahren ausschließlich über die Selbstaussaat in unserem Garten vermehren zu lassen. Bei der ersten und einzigen Anzucht bin ich folgendermaßen vorgegangen:

  • Saatgut von Mutterkraut kann hier gekauft werden. Pflanzen direkt in der Gärtnerei.
  • Der Vorteil der Anzucht ist nur, dass die Samen nicht durch Regen weggespült werden können und Schneckenfraß nicht zum Opfer fallen, so lange sie noch sehr klein sind.
  • Anzucht von Februar bis Mai
  • Standort für die Anzucht: Töpfe drinnen an einen sehr hellen Platz (ruhig kühler, z.B. Treppenhaus oder Wintergarten) ohne Heizungsluft stellen oder draußen auf den Gartentisch geschützt (kein direkter Regen) an einem hellen Platz. (Wie Mohn keimt auch Mutterkraut bei kühlen Temperaturen)
  • 9cm Kunststoff-Topf *(in jedem Jahr wiederverwenden) mit Anzuchterde* befüllen 
  • Anzuchttopf auf die Tischplatte klopfen, damit sich die Erde setzt
  • Erde mit einer Brause-Gießkanne gießen
  • Etwa 10-15 Samenkörner (Samenfestes Saatgut) auf der Erdoberfläche verteilen
  • Erde über die Samen rieseln lassen (etwa 1-2mm) indem man die Anzuchterde zwischen den Handflächen über den Töpfen reibt
  • Erde vorsichtig mit einer Brause-Gießkanne gießen
  • Erde immer feucht halten aber nie nass wie ein ausgewrungenes Spültuch
  • Keimung dauert etwa 14 – 20 Tage

Auspflanzen 

  • Vorgezogene oder gekaufte Pflanzen ab März ins Beet oder in Kübel auspflanzen
  • Standort: sonnig bis lichter Schatten
  • Erde: im Beet normal, überhaupt nicht anspruchsvoll; Kübel (Terrasse oder Balkon) normale Blumenerde
  • mit einer Handschaufel in die Erde einstechen, um sie zu lockern, Erde beiseite drücken, damit eine tiefere Mulde entsteht 
  • durchwurzelte Erdballen vorsichtig aus dem Topf lösen, indem man den Kunststoff-Topf leicht von allen Seiten drückt
  • durchwurzelte Erdballen teilen und die Pflänzchen einzeln auspflanzen (Wurzeln dabei nicht verletzen)
  • Erdballen im Abstand von etwa 20 cm in die Mulde pflanzen (nicht tiefer als vorher)
  • Vorsichtig mit einer Brause-Gießkanne angießen 
  • Erde immer feucht halten und auf Schnecken achten 

Anbau in Kübeln für Balkon und Terrasse

Wer Mutterkraut in Kübeln für Balkon und Terrasse anbauen möchte, kann sich die Anzucht in Kunstofftöpfen sparen und direkt von Februar bis Mai in die Kübel säen. Dafür den Kübel erst mit normaler Blumenerde dann die letzten 10 cm mit Anzuchterde befüllen und wie oben beschrieben vorgehen. Kübel an einen von starkem Regen geschützen Platz stellen

Direktsaat

  • Mutterkraut kann ab Februar bis Mai und ab Oktober bis November direkt in die Beete gesät werden. Dabei gehe ich folgendermaßen vor. „Direktsaat Blumen“

Selbstaussaat

  • Einmal gesät oder gepflanzt, vermehrt sich Mutterkraut über die Selbstaussaat von ganz alleine.
  • Um diese Selbstaussaat gezielt zu unterstützen, schneide ich nach der ersten Blüte (etwa Ende Juli) und nach der zweiten Blüte (etwa Oktober) die eingetrockneten Blüten ab und säe sie in unserem Garten in geschützt gelegenen Beeten. Diese Samen überwintern. Ihr erstes Grün zeigt sich bereits ab Februar des nächsten Jahres und die Blüte ab etwa Mai.

Besonderheiten, Pflege und richtiger Schnitt

  • Blühzeitraum: Mai bis Ende Oktober
  • Mutterkraut immer über einer Blattachse schneiden, damit sich ein buschiger Strauch entwickelt. Dafür unbedingt folgendermaßen vorgehen: „Blumen richtig schneiden
  • Durch den Schnitt nach der ersten Blüte (etwa Ende Juli) blüht Mutterkraut ein zweites Mal, bis in den späten Oktober.
  • Um Läuse von Mutterkraut fernzuhalten pflanze ich Dill direkt daneben. Läuse lieben Dill mehr, als Mutterkraut und setzen sich auf den Dill, statt aufs Mutterkraut. Ist der Dill reichlich besiedelt, abschneiden und im normalen Hausmüll entsorgen (nicht auf den Kompost). Dill am Besten alle 3-4 Wochen neu säen, ab April bis August. Erde immer leicht feucht halten.
  • Mutterkraut muss nicht angebunden oder gestützt werden, es wächst als üppiger Busch.
  • Mutterkraut wässere ich nur, sobald ich sehe, dass sich die Blätter leicht krümmen.
  • Beete mit Stroh, (Blumen)Grünschnitt oder Hackschnitzeln mulchen. Das spart die Bewässerung und das Unkraut jäten ungemein ein.
  • Erde kann sehr anspruchslos sein, keine extra Düngung (zum Beispiel Brennesseljauche) erforderlich, schadet aber auch nicht.
  • Mutterkraut eigenen sich auch als Trockenblume. So wird Mutterkraut getrocknet: „Blumen für Trockenstrauße trocknen“

Leave A

Comment