Wie die meisten Kräuter, trockne ich auch viele unserer Garten- und Ackerblumen. Damit sie auch im getrockneten Zustand schön aussehen und richtig durchtrocknen ist es wichtig vor der Trocknung jegliches Blattwerk zu entfernen. Meistens erledige ich das gleich nach dem Schnitt im Garten und lasse das Blattwerk im Beet liegen, als Mulchmaterial. Anschließend sortiere ich die Blumen nach Farben und Blumenart und beginne im nächsten Schritt den Strauß nach meinem Farbgeschmack zu binden.

Nachdem der Strauß fertig gebunden und leicht gelockert ist, schneide ich die Stiele mit einer scharfen Schere auf die gleiche Länge ab. Im letzten Schritt hänge ich die Sträuße in einer trockenen, warmen und luftigen Umgebung ohne direktes Sonnenlicht auf, mit dem Kopf nach unten. Achtet darauf, dass die Sträuße nicht zu dick sind, damit die innenliegenden Teile besser trocknen können und der Strauß, insbesondere die Stiele nicht irgendwann anfangen zu schimmeln. Erst wenn der Strauß vollständig getrocknet ist, nehme ich ihn ab.

Alternativ können einzelne Blüten, wie bei Kornblumen, Rosenknospen oder Ringelblumen auf einen Faden gezogen und aufgehängt werden und in der gleichen Umgebung trocknen. Die vollständige Trocknung der Blumen dauert bei mir etwa zwei bis drei Wochen. Diesen Zeitpunkt erkenne ich, wenn sich die Blüten mit den Fingern zerreiben lassen. Erst dann nehme ich ihn ab.

Trockensträuße verwende ich als Mitbringsel, hängend zur Dekoration in unserem Gartenzimmer und in der Vase oder als Teil einer Geschenkeverpackung. Ein kleiner Tipp für die Aufbewahrung in der Vase: den Strauß nicht in eine zu enge Vase „stopfen“. Wenn die Luft nicht mehr zirkulieren kann und/oder die Stiele nicht vollständig getrocknet sein sollten, fangen sie an zu schimmeln.

Für einen Trockenstrauß eignen sich alle Blumen, deren Blüte im getrockneten Zustand nach dem eigenen Geschmack noch schön aussieht. Für mich sind das zum Beispiel Kornblumen, Rosenknospen, Disteln, Lavendel, Rainfarn, abgeblühter Mohn, Mutterkraut, Kamille, Strohblumen, Nelken, Schleierkraut, blühender Radicchio oder Strandflieder und als Füllmaterial verschiedene Korn-und Weizensorten, Buchs, Eukalyptus und Stechpalme.

Ps: Jegliches pieksige Blattwerk lässt sich übrigens super entfernen, wenn die Blume für etwa eine Stunde „angewelkt“ ist.

Probier’s einfach mal aus.

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Sarah
August 4, 2019
Das sieht so wunderschön aus. Ich verschönere mit getrocknete Blumen auch immer Geschenke. Die Natur liefert einfach die schönste Dekoration. :)
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