Beim Anblick von Rosmarin und anderen Kräuterbüschen möchte ich am liebsten hineingreifen und die Hand hindurch ziehen, um diesen unverwechselbaren Geruch nach ätherischen Ölen ganz tief einatmen und fast schon schmecken zu können. Hach! Ein Traum!

Wie ich dieses wundervolle Gewürzkraut vermehre, pflege und einpflanze, zeige ich euch in einer großen Serie. Den Anfang habe ich bereits mit Rosmarin durch Stecklinge vermehren gemacht und in diesem Beitrag gezeigt was zu beachten ist, wenn die Stecklinge in Töpfe gesetzt werden.

Falls Ihr es verpasst habt ist noch Zeit, um einen gesunden Strauch zu kaufen und mit der Vermehrung loszulegen. YAY!

Nun geht es mit Teil 3: Rosmarin – pflegen und überwintern weiter. Dabei zeige euch was in der Zeit zwischen umtopfen und ggf. im Garten auspflanzen zu beachten ist und wie Rosmarin am liebsten überwintert.

Rosmarin Pflege

Standort

Rosmarin ist ein mehrjährig wachsendes Gewürzkraut, das am besten an einem sonnigen Platz gedeiht. Im Frühjahr werde ich unser Stein-Hochbeet etwas erweitern und die neu gewonnen Pflänzchen dazu pflanzen.

Erde 

Rosmarin wächst und gedeiht am besten in nährstoffarmer Erde, die das Wasser schnell ablaufen lässt.

Rosmarin gießen

Direkt nach dem Pflanzen der Stecklinge brauchen die Pflänzchen mehr Wasser und sollten in den ersten Wochen leicht feucht gehalten werden. Sobald sie etwas eingewurzelt sind, kommen sie mit weniger Wasser aus. Achtet einfach darauf, dass das Wasser gut ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Wenn sich die Nadeln gelb verfärbt haben oder die Pflanzen eingetrocknet aussieht, die Erde aber feucht ist ist das häufig ein Zeichen dafür, dass Staunässe entstanden ist.

Rosmarin schneiden

Eingewachsene Rosmarinsträucher werden am besten im Frühjahr beschnitten. Verwendet bei der Ernte eine scharfe Schere oder ein scharfes Messer, um Quetschungen an der Pflanze zu vermeiden.

Rosmarin-Jungpflanzen überwintern

In der Zeit zwischen umtopfen und ggf. im Garten auspflanzen gedeiht Rosmarin am besten an einem hellen Platz und fühlt sich im Winter an einem frostfreien und trockenen Ort wohl. Ideal sind Temperaturen um die 4 bis 12 Grad Celsius.

Wichtig ist vor allem, dass die Wurzeln und Zweige im Winter nicht erfrieren. Falls es nun jedoch sehr viel kälter werden sollte, hole ich die Pflänzchen in den Wintergarten. In einem hellen Treppenhaus machen sie sich übrigens auch sehr gut. An frostfreien Tagen werde ich die Pflanzen auch wieder auf die Terrasse stellen, damit sie etwas mehr Sonne bekommen. Wichtig ist dabei, dass die Pflanzen nicht im Wasser stehen.

Rosmarin-bestehende Sträucher überwintern

Überwintern im Topf

Bereits bestehende Rosmarin-Sträucher überwintern ebenfalls im Topf am besten an einem hellen, frostfreien und trockenen Ort. Dafür eignet sich das helle Treppenhaus aber auch die Terrasse oder der Balkon so lange es nicht zu stark friert. Falls Ihr die Töpfe gerne draußen stehen lassen möchtet, empfehle ich euch sie etwas erhöht aufzustellen und mit Reisig abzudecken.

Überwintern im Beet

Bereits ausgepflanzte Rosmarin-Sträucher überwintern in einem  Bodenbeet besonders gut, wenn Ihr sie mit Reisig abdeckt und darauf achtet, dass kaum – besser kein Laub auf den Sträuchern liegt. Denn sonst wird es den Pflanzen zu feucht.

Ideale Bedingungen schafft eine Art Hangbeet. Das Wasser kann so gut abfließen und die Pflanzen sind vor zu starkem Bodenfrost geschützt. Bei starken Minusgraden könnt Ihr die Pflanzen ebenfalls mit Reisig und nicht mit Laub abdecken. Berücksichtigt das am besten gleich bei eurer nächsten Beetplanung.

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