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Unseren Garten wässern wir mit Brunnenwasser und gesammeltem Regenwasser. Dafür verwenden wir klassisch Gartenschläuche mit Gießstab, Sprenger und Gießkannen. Die weite Distanz zwischen Wasserhahn und Gemüse- und Blumengarten oder der Apfelbaumallee hat zur Folge, dass wir bei jeder Bewässerung viele Meter Schlauch zusammenführen müssen. Das ist nicht nur besonders aufwendig und zeitintensiv, sondern führt auch dazu, dass viel mehr Schläuche im Garten liegen und auch benötigt werden oder durch den geringeren Wasserdruck der alten Pumpe, nicht zeitgleich diese unterschiedlichen Gartenbereiche bewässert werden können.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie wir den Garten unkompliziert von mehreren Ausgangspunkten bewässern können, sind wir immer wieder auf das Pipelinesystem mit Wassersteckdosen von Gardena* gestoßen. Der große Vorteil und enorme Zugewinn für uns liegt darin, dass sich statt einer weit entfernten Wasserquelle nun an unterschiedlichen Stellen im Garten Wasseranschlüsse nutzen lassen. So können wir mit nur einem deutlich flexibleren und kürzeren Gartenschlauch jedes Beet und jeden Strauch oder Baum bewässern. Zudem bleibt die Beetgestaltung- und Bepflanzung weiterhin unkompliziert variierbar. Das Pipelinesystem ist für uns der größte Zugewinn und die zeitsparendste Arbeitserleichterung im gesamten Garten.

Schritt 1: Vorüberlegungen

Die Frage, ob das Pipelinesystem über das Hauswasser oder das Brunnenwasser gespeist werden soll, erübrigte sich für uns, es sollte Brunnenwasser sein. Die alte Brunnenbohrung im Stall fördert noch genug Wasser, was uns eine neue Bohrung und die damit verbundenen Kosten von etwa 800,00€ erspart hat. Der einzige Nachteil der alten Brunnenbohrung ist nur, dass bei Betrieb etwas Sand mit angesaugt wird und so in die Pumpe gelangt. Die Lösung hierfür ist für die neue Pumpe ein Pumpen-Vorfilter* der den Sand und andere Verunreinigungen herausfiltert.

Die Anforderung an die neue Gartenpumpe* war, dass sie die entsprechende Leistung hat, das Wasser anzusaugen und auch zur letzten Wassersteckdose am Ende des Gartens in der Apfelbaumallee mit hohem Druck zu pumpen. Bei dieser Überlegung war der Gardena „Pumpenberater“* eine gute Hilfestellung.

Den Standort der Wassersteckdosen haben wir auf dem Rasen, im Gemüse- und Blumengarten und der Apfelbaumallee in Form von Stäben markiert, die wir dafür in den Boden gesteckt haben. So konnten wir uns einen guten Überblick über die flächenmäßige Abdeckung verschaffen und sicherstellen, dass wir jedes Beet, jeden Strauch und Baum mit nur einem kurzen und flexiblen Schlauch bewässern können.

Schritt 2: Planung und Produktauswahl

Nach den Markierungen haben wir die einzelnen Wassersteckdosen und die Brunnenbohrung in eine Skizze unseres Gartens eingetragen. Ausgehend von der Brunnenbohrung als Startpunkt des Pipelinesystems haben wir anschließend den Weg, den das Verlegerohr von Wassersteckdose zu Wassersteckdose nehmen soll, ebenfalls in die Skizze eingezeichnet. Mit dieser Skizze und einem Maßband sind wir den aufgezeichneten Weg des Verlegerohrs abgegangen und haben alle benötigten Teile aufgelistet. 

Ausgehend von der Brunnenbohrung gelangt das Wasser über den Schlagbrunnen-Saugschlauch* durch einen Pumpen-Vorfilter* in die Gartenpumpe*. Der Pumpen-Vorfilter filtert Sand und andere Verunreinigungen heraus. Von der Gartenpumpe* aus geht das Wasser über die Anschlussgarnitur* in die Anschlussdose* und von dort aus in das Verlegerohr*

Um die Wassersteckdosen* flexibler einsetzen zu können, haben wir pro Wassersteckdose ein separates Stück Verlegerohr mit 80 cm eingeplant. Für die Verbindung der Wassersteckdosen ein T-Stück*, das in die Hauptleitung des Verlegerohrs integriert wird und für den Anschluss der Wassersteckdose den Verbinder ¾“ Innengewinde*. Bei den drei Abzweigungen, die von der Hauptleitung ausgehen, haben wir ein  T-Stück* eingeplant. Drei der geplanten Wassersteckdosen haben wir ausschließlich mit einem Verbinder ¾“ Innengewinde* verbunden, da sie entweder am Ende einer Abzweigung oder wie bei der hintersten Wassersteckdose am Ende der Apfelbaumallee das Ende des Verlegerohrs darstellt. Das Entwässerungsventil*, das entweder in den  Verbinder ¾“ Innengewinde* oder in das T-Stück ¾“ Innengewinde* eingeschraubt werden kann, haben wir an der tiefsten Stelle des Verlegerohrs eingeplant. Eingebettet in ein Kiesbett von 20X20X20 cm verhindert es Frostschäden am Pipelinesystem. Das Ventil öffnet automatisch, wenn der Druck unter ca. 0,2 bar sinkt.     

Schritt 3: Verlegen des Pipelinesystems

Die Anschlussdose* bildet den Einstiegspunkt des Pipelinesystems unabhängig davon, ob gespeist durch das Hauswasser oder die Gartenpumpe. Von hier aus wird der geplante Graben für das Verlegerohr ca. 30 cm ausgehoben. Auf Rasenflächen bietet es sich an, ein Malervlies auszulegen, um den Aushub später besser vom Rasen zu bekommen. Wichtig ist die Rasennarbe, also die oberste Schicht des Rasens vorsichtig abzutragen, um sie später wieder einsetzen zu können. Das führt dazu, dass nach dem wiedereinsetzen der Rasennarbe nichts von dem Graben sichtbar ist.

Sollten die Außentemperaturen noch relativ niedrig sein, bietet es sich an, das Verlegerohr schon vor dem Ausheben des Grabens auszurollen, da es sonst etwas unflexibel ist.

Ist der Graben fertig ausgehoben, kann mit dem Verlegen des Verlegerohrs und dem Anschluss der Wassersteckdosen begonnen werden. Bei dem Ineinanderstecken des Verlegerohrs und der Verbinder ist besonders darauf zu achten, dass es 2 Widerstandspunkte gibt. Dafür den Verbinder aufdrehen (140° Drehung) und dann das Verlegerohr etwa 6 cm einschieben (der zweite Widerstand kommt nach etwa der Hälfte) und wieder um 140° drehen, um es zu verschließen. Da die Verbinder selbstdichtend sind, wird weder Werkzeug, Dichtmaterial noch viel Kraft benötigt. 

An dem tiefsten Punkt des Pipelinesystems sollte unbedingt das Entwässerungsventil eingebaut werden. Dieses Entwässerungsventil liegt in einem Kiesbett von ca. 20x20x20 cm, das verhindert Frostschäden.

Wenn das Pipelinesystem vollständig verlegt wurde, sollte es unbedingt auf Undichtigkeiten überprüft werden, bevor es wieder zugeschüttet wird. Hierfür das Pipelinesystem in Betrieb nehmen. Für die Inbetriebnahme die Verbindung zwischen Pumpe oder Wasserhahn und Anschlussgarnitur herstellen. Wenn das Wasser fließt, auf allen Wassersteckdosen die Luft entweichen lassen. Dafür einen Schlauch anschließen und warten bis keine Luft mehr herauskommt. Jetzt darf kein Wasser an den einzelnen Verbindungsstellen und Verbindern austreten. Wenn alles dicht ist, kann das Pipelinesystem zugeschüttet werden und die ggf. entnommene Grasnarbe aufgesetzt werden. Die Grasnarbe abschließend wässern, damit sie gut anwachsen kann.  

*Dieser Beitrag ist in Kooperation für Gardena Deutschland entstanden.

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Corinna
Mai 1, 2020
Liebe Swetlana, toll, dass du das Verlegen so detailliert dokumentiert hast und hier mit uns teilst! Denke schon länger über eine Möglichkeit nach, in unserem Garten eine weitere Wasserentnahmestelle zu installieren und kannte diese bodentiefe Option nicht. Da werde ich mich jetzt mal schlau machen. Vielen Dank Corinna
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