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Bis vor wenigen Wochen befand sich an dieser Stelle des Hauses ein Beet mit einem schönen Sammelsurium an unterschiedlichen Stauden und Sträuchern. Gleich zu Beginn des Jahres überlegten wir, wie wir diese Fläche schön und nützlich, aber dennoch pflegeleicht umgestalten können. Die Idee: die Neuanlage eines Staudenbeetes, mit besonders insektenfreundlichen Stauden, die üppig blühen und die einzelnen Jahreszeiten anzeigen.

Standort und Beetvorbereitung

Das neue Beet ist etwa 1m breit und 12m lang. Die Himmelsrichtung ist Süd-Ost. Ab dem frühen Nachmittag wirft das Haus einen Schatten auf die Beetfläche. Der Boden ist sandig. Bei der Beetvorbereitung habe ich im ersten Schritt den Boden mit dieser Grabegabel* bearbeitet. Einerseits um alte Wurzeln und Unkraut besser im Ganzen entfernen zu können, andererseits zur zusätzlichen Bodenlockerung. Zur Bodenverbesserung habe ich etwa 4 Liter von unserem Kompost pro qm und eine kleine Handvoll Hornspäne aufgebracht und mit diesem Kultivator* eingearbeitet. Da das Beet direkt am Haus liegt, habe ich es etwas abschüssig angelegt, damit sich kein Wasser am Haus sammelt, sondern vom Haus wegfließt. Der Abstand von der Wand zur Staude beträgt etwa 50 cm. Eine Wassersperre oder ähnliches habe ich nicht eingeplant. Ich wässere die Pflanzen in diesem Beet nur, wenn es notwendig ist. Die ausgewählten Pflanzen kommen gut mit weniger Wasser zurecht.

Staudenauswahl

Bei der Auswahl der Stauden habe ich darauf geachtet, dass das Beet aufgrund der gegenüberliegenden Hecke ein Gefühl von Weite und Romantik vermittelt. Das gelingt durch helle Farbtöne, wie Pastell-, Blau- oder Weißtöne und „lockere“ Stauden wie Katzenminze, Phlox oder Schafgarbe.
Neben dem habe ich auf unterschiedliche Höhen und Blühzeitpunkte geachtet, damit das gesamte Beet Tiefen und Höhen erhält und im Ganzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten blüht. Damit die Pflanzen gut gedeihen, habe ich auch auf geeignete Sorten für diesen Standort geachtet. Darüber hinaus aber auch darauf, dass die ausgewählten Sorten besonders insektenfreundlich sind.

Fündig bin ich bei den bereits zusammengestellten Staudenpaketen für Honigbienen und Wildbienen*, Stauden für Schmetterlinge* und Nostalgische Prachtstauden* von Manufactum geworden. Diese Zusammenstellungen der insektenfreundlichen Stauden enthalten genaue Beschreibungen und Pflanzanleitungen. Viele dieser Sorten haben sehr geringe Ansprüche und dabei besonders eindrucksvolle Farb- und Blühkombinationen.

Damit das Beet im Gesamten mehr Tiefen und Höhen erhält und die Pflanzen sich nicht gegenseitig beschatten, habe ich die Stauden aus diesen Pflanzpaketen zunächst nach Größe sortiert: Kategorie 1: 20-30cm Höhe; Kategorie 2: 40-60cm; Kategorie 3: 70-80cm; Kategorie 4: 90-110cm. Ganz hinten habe ich die Kategorie 4 gepflanzt, davor die Kategorie 3 und so weiter. Die Pflanzen habe ich je Kategorie etwas versetzt gesetzt, damit bei späterer Gesamtbetrachtung (wenn sie schön groß sind) eine Art Welle zu sehen ist. Diese Welle entsteht außerdem durch die schöne Zusammenstellung der Staudenpakete* fast automatisch, da die Pflanzen aus jeder Kategorie immer ein gleiches Paar haben und zu den anderen Paaren leicht unterschiedlich in den Höhen (und Blühzeitpunkten) sind. Damit das gesamte Beet das ganze Jahr über blüht, habe ich entweder gleiche Sorten oder Sorten mit gleichen Blühzeitpunkten an unterschiedliche Stellen gepflanzt.

Pflanzung

Stauden können bis zum späten Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden. Die Pflanzung im Herbst hat den Vorteil, dass sie eher im nächsten Jahr austreiben. Direkt vor der Pflanzung müssen Stauden ausreichend gewässert werden. Die wie oben beschrieben vorbereitete und gedüngte Pflanzfläche lockere ich mit dieser Handhacke* das Pflanzloch* hebe ich ausreichend tief aus und setze die Staude ein. Nach dem Einsetzen drücke ich die Pflanzen mit den Händen fest an, forme einen Ring, damit sich das Wasser darin sammeln kann und gieße* die Pflanzen gut an.

Pflege

Umso länger Stauden an einem guten Standort stehen, desto üppiger werden sie. Einmal gepflanzt, treiben Stauden in jedem Jahr neu aus. Das gestaltet die Beetpflege zeitsparend und pflegeleicht. Ich schneide Stauden, die nach der ersten Blüte ein weiteres Mal austreiben zurück, wenn die Blüten anfangen einzugehen. Alle anderen Stauden, die ich nicht im Oktober teile, lasse ich über den Winter stehen, damit Vögel Futter finden und Insekten in den Stängeln überwintern können.

Stauden, die ich vermehren möchte, weil sie zum Beispiel besonders groß geworden sind, teile ich im Oktober. Stauden dünge ich nur im Frühjahr mit Kompost und Hornspänen. Die Beete decke ich mit Hackschnitzeln ab, damit ich weniger wässern und Unkraut entfernen muss. Eine weitere Pflege oder zusätzliche Dünger (außer Brennesseljauche) sind bei mir nicht notwendig.

Bis zum Ende diesen Jahres werden wir dieses Beet weiterverlaufen lassen, damit es die neue Terrasse umschließen kann. Im Herbst zeige ich euch, worauf ich bei der Herbstpflanzung und beim Teilen der Stauden achte.

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Manufactum.

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