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Einen Garten voller blühendem Holz, ist das was ich in meiner Kindheit kennengelernt und im Erwachsenenalter fortführen wollte. Betrachtet man einmal die Kurzlebigkeit der Frucht im Gegensatz zur Beständigkeit eines Baumes, liefert dies einen Grund mehr unterschiedliche Obstbaum-Sorten zu pflanzen und sich an der Pracht das ganze Jahr über zu erfreuen.

Während dem jährlichen Schnitt, je nach Sorte und Beschaffenheit im Zeitraum der Ruhephase zwischen November und Ende Februar, kombinieren wir das Notwendige mit dem Schönen – nämlich der Vorbereitung auf die Weihnachtszeit. Spätestens am 4. Dezember gehen wir dafür in unseren Garten, um Äste und Zweige mit möglichst vielen Knospen zu schneiden. Dafür verwenden wir für härtere, holzige Äste und Zweige typischer Weise- und weil sie den Schnitt eben sehr einfach macht diese Ambossschere*. Für dünne Zweige, weiches und feuchtes Schnittgut diese Bypassschere*. Hier gleiten zwei wirklich sehr scharfe Klingen aneinander vorbei und hinterlassen eine saubere, glatte Schnittstelle. 

Die Idee hinter dem Schnitt der knospenreichen Äste und Zweige ist, die Knospen bis zum Fest aufbrechen zu lassen und damit frisches und blühendes Grün ins heimelige Innen zu holen. Die am 4. Dezember geschnittenen Zweige (in der Regel) von Obstbäumen werden als Barbarazweige bezeichnet und gehen auf den Brauch des Gedenktages der heiligen Barbara zurück. Je nach Gegend werden Kirsch-, Apfel-,Birken-, Haselnuss-, Pflaumen- oder Forsythienzweige geschnitten. Ich verwende Zweige von Apfel, Kirsche, Weißdorn, Schlehe und Winter-Schneeball.

Damit die Knospen untypischerweise bereits im Dezember aufblühen, benötigen sie einen Kältereiz von Temperaturen mindestens um den Gefrierpunkt. Erst dadurch wird das Pflanzenhormon abgebaut, das den zu frühen Austrieb der Knospen hemmt. Haben die Zweige im Freien noch keinen Frost erlebt, was man an einem „frostigen“ Aussehen erkennt, lege ich die kurzen für etwa ein bis zwei Tage in die Tiefkühltruhe. Lange Zweige und Äste, die nicht in die Tiefkühltruhe passen lege ich, wenn Frost angekündigt ist für zwei Nächte an die kälteste Stelle in unserem Garten. Die kälteste Stelle erkenne ich daran, dass hier erfahrungsgemäß Schnee und Frost am längsten bestehen bleibt. Eine zusätzliche Wasserquelle benötigen die Zweige in dieser Zeit nicht. 

Nach dem Kältereiz entferne ich die unteren Knospen, schneide die Enden der Zweige schräg an und stelle sie im Haus auf, in Vasen mit nicht zu kaltem Wasser. Das Wasser sollte besonders bei Zweigen von der Kirsche täglich gewechselt und die Vase geputzt werden. Die Vase nicht über die Heizung stellen. Die trockene Heizungsluft schadet den Zweigen und lässt die Knospen verdorren. Um eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, besprühe ich die Zweige alle paar Tage mit etwas Wasser. Nach etwa 10-12 Tagen schwellen die Knospen an und fangen einige Tage drauf an aufzubrechen. Pünktlich zu den Weihnachtstagen blühen sie dann.

Neben der Verwendung von natürlichen Materialien als Dekoration zur Weihnachtszeit ist uns wichtig, Produkte zu nutzen und in unser zuhause zu integrieren, die zeitlos, langlebig und reparierbar sind. Durch unseren Umzug in unser neues zuhause sogar noch etwas mehr, als vorher. Denn seit dem ist mit der verbundenen Renovierung und dem Wunsch das bestehende Gleichgewicht in den Gebäuden zu erhalten, alles einwenig auf Anfang gesetzt. Uns in unserem Alltäglichen für Produkte aus dem Sortiment von Manufactum* zu entscheiden ergibt sich für uns aus der Konsequenz der Unternehmensphilosophie in Verbindung mit unseren persönlichen Werten. Ganz gleich, ob wir sie im Garten nutzen, wie hier die Gartenscheren* oder uns im Haus daran erfreuen, wie die hübschen Kerzen* und Kerzenhalter* oder Vasen*, zeitlosem Apothekerglas* und Weihnachtsdekorationen*. Für uns zählt damit die bewusste (Kauf)Entscheidung, die Freude daran, über viele Generationen genauso wie die Wertschätzung am Produkt und dem gesamten Weg bis zu uns nach Hause.

Ich bin sehr gespannt, welche blühenden Zweige einen besonderen Platz bei euch bekommen werden.

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Manufactum.

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Dezember 18, 2019
Ich würde daraus ein Insektenhotel basteln. Dafür untergliedere ich die Box in 4 Felder. Feld #1 fülle ich mit Zapfen und Gehölz (tolle Idee mit den Zapfen) Feld #2 wird allein nur mit Gehölz gefüllt. Feld #3 da würde ich eine Art Wabe basteln (alternativ ein Baustein mit groben Poren) und Feld #4 wird mit lockerem Moos gefüllt. Dazu wird die Box mit Farben bemalt, die am besten für Insekten kenntlich sind (blau, gelb). Zu jedem guten Hotel gehört ein gutes Buffet. Dafür bepflanze ich meinen Balkon mit extra Bienenfutterpflanzen wie Verbene, Kapuzinerkresse, Lavendel, usw.
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Dezember 21, 2019
Hallo, alleine die Foto sind es schon wert, Deinen Blog zu bezuschen. Habe ich richtig gesehen, im Hintergrund gibt es eine alte Windmühle? Auf meinem Fotoblog gibt es für Hobbyfotografen und Gartenfreunde zum einhähirgen Jubiläum eine Buchverlosung. Es wir das Buch "Handbuch Samengärtnerei Sorten erhalten. Vielfalt vermehren. Gemüse genißen. von Andrea Heistinger" verlost. Die Teilnahmebedingeungen finden sich hier: https://deramateurphotograph.de/2019/12/14/verlosung-zum-einjaehrigen-bestehen-des-fotoblogs-der-amateurphotograph/ LG Bernhard
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