Nach der Keimung – Licht! – Umgebung für die Pflege von Setzlingen

Abhängig von den Gegebenheiten und der Samensorte, keimen die ersten Samen nach wenigen Wochen. Erkennt Ihr die ersten Keimlinge, müssen die Pflanzen ab diesem Zeitpunkt so viel Licht wie möglich erhalten. Die Ausrichtung der Fenster zur Südost- bis Südwest- und Südseite ist Ideal. Die Basics zur Anzucht findet Ihr in diesem Beitrag.

Ist eine Pflanzenlampe notwendig?

Mit dem Licht einer Pflanzenlampe sollen Setzlinge selbst in einem dunklen Schrank herangezogen werden können. Für meine Anzucht nutze ich keine Pflanzenlampen. Der Trick ist folgender: nicht zu Früh im Jahr mit der Anzucht beginnen, viel Licht, wenig Wärme und täglich drehen. Gemeint ist damit, sobald sich die ersten Keimlinge zeigen, die Anzuchtschale ohne Abdeckung an die hellste Stelle im Haus stellen. Meist ist das auf der Fensterbank. Wichtig ist keine zu hohe Wärme, also Heizung aus. Ideale Bedingungen sind Temperatur bei etwa 16-18 Grad. Die Pflanzen neigen sich immer Richtung Lichtquelle, somit heißt es bis zu zwei Mal am Tag zu der Anderen Seite drehen, damit der Kopf wieder in Richtung Raum zeigt.

Lange dünne Pflanzen

Bekommen die Pflanzen dennoch zu wenig Licht, bei zu hoher Wärme „vergeilen“ sie. Es bilden sich lange, dünne Pflanzen. Ist das bei euch der Fall, könnt Ihr sie an einen helleren Platz stellen und beim Vereinzeln mit Hilfe eines Bleistifts etwas tiefer in die Erde setzen. 

Was tun, wenn die Erde schimmelt? 

Schimmelt die Erde, kann es sein, dass die Erde zu feucht gewesen ist oder sich Staunässe gebildet hat. Das passiert, wenn zu viel Wasser nicht ablaufen kann. Stellt das Anzuchtgefäß ohne Abdeckung an einen hellen Platz, aber nicht direkt auf die Heizung. Die hohen Temperaturen bei zu wenig Licht führen dazu, dass die Pflanzen vergeilen. Es bilden sich dann lange und dünne Pflanzen. Ist das bei euch der Fall, könnt Ihr sie an einen helleren Platz stellen und mit Hilfe eines Bleistifts oder Pikierstabs gleich in eine neue Erde etwas tiefer setzen. Achtet besonders bei Schimmelbefall darauf nur sehr wenig zu gießen, die Pflanzen aber nicht austrocknen zu lassen. Die Zugabe von Natron schädigt die Pflanzen. Teebaumöl oder Zimt im Gießwasser soll ebenfalls helfen. Die Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass es ausreicht die Pflanzen ohne Abdeckung an einen helleren Platz zu stellen und nur sehr wenig zu gießen. 

Pflanzen vereinzeln

Wachsen bei Euch mehrere Setzlunge in einem Anzuchttopf, wird pikiert also vereinzelt. Vereinzelt wird, um jeder einzelnen Pflanze genug Platz für die Wurzelbildung zu geben. Eine Möglichkeit besteht darin nur das kräftigste Pflänzchen im Anzuchttopf stehen zu lassen und alle übrigen mit den Fingern vorsichtig herauszuziehen und zu entsorgen. Eine Andere ist, die übrigen Pflänzchen statt mit den Fingern vorsichtig mit einem Bleistift herauszulösen und sie vorsichtig in einen neuen Anzuchttopf gefüllt mit derselben Anzuchterde zu pflanzen. 

Bis die kleinen Pflanzen getopft oder direkt ausgepflanzt werden, sollten sie immer wieder leicht gegossen werden und an demselben hellen Platz stehen. 

Pflanzen topfen und abhärten

Tomaten und Paprika topfe ich in große Töpfe, gefüllt mit nährstoffreicher Erde. Wie ich dabei vorgehe und worauf ich dabei achte, habe ich euch hier zusammengetragen. Alle anderen Pflanzen also Blumen, Gemüse und Kräuter lasse ich bis zum Auspflanzen in den Anzuchttöpfen. Bei frostfreiem Wetter stelle ich alle meine Pflanzen für einige Stunden zum Abhärten nach Draußen. 

PS: In dieser Kategorie findet Ihr unterschiedliche Anbaupläne und Gartenkalender als kostenlosen Download, damit Ihr das ganze Jahr über in eurem Garten, Terrasse, Balkon und Hochbeet ernten könnt.

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