Neuanlage Waldgarten und smarte Bewässerung

Auf dieser Fläche befanden sich vor unserer Gartenumgestaltung die Komposthaufen und Abstellfläche für Gartengeräte. Das hat sich prima angeboten, da beides durch Bäume und Sträucher wenig einsehbar in den Garten integriert wurde.

Dieser Platz ist bereits dicht bewachsen. Er spendet viel Schatten und schafft ein tolles Klima und Wohlbefinden bei jedem Wetter. Damit wir ihn für uns mehr im Alltag nutzen können, wollten wir ihn zu einem richtigen Wohlfühlort umgestalten – natürlich gleich mit der richtigen, smarten Bewässerung, um uns von Anfang an Arbeit abnehmen zu lassen.

Die ersten Schritte zum Waldgarten

Dafür haben wir bereits im Herbst vor Beginn der Umgestaltung Altlasten entsorgt und an anderer Stelle im Garten Abstellflächen und Fläche für Baumschnitt, weiteres Schnittgut und neue Komposthaufen geschaffen. Im nächsten Schritt haben wir die bereits bestandenen Komposthaufen aufgelöst, indem wir den Kompost im Gemüse- und Blumengarten verteilt haben. Ausgangspunkt war eine freie Fläche, umrahmt von Bäumen. Das sind für uns ideale Bedingungen, um unseren Ideen freien Lauf zu können.

Bereiche im Waldgarten

Es sollte ein Platz werden, der weiterhin Schatten spendet, ein tolles Klima schafft und nun bei jedem Wetter zum Verweilen einlädt, inmitten von üppiger wild-romantischer summender und surrender Blüten- und Pflanzenfülle.

Dafür haben wir zunächst zwei Hauptwege bestimmt, die die Gesamtfläche ganz natürlich in ineinander übergehende Bereiche einteilt. So entstand ein Bereich für (blühende) Stauden, Aufenthaltsbereiche für die Kinder und uns mit Spielmöglichkeiten, wie Matschküche, Schaukel oder Spielhaus mit Klettermöglichkeit, Hängematte und Sitzgelegenheit für uns und unseren Besuch. Geschützte Bereiche für unterschiedliche (Tier)Lebensräume und Bereiche, die wir u.a. mit Bäumen und weiteren Pflanzen bepflanzen wollen, um den Waldgarten zu erweitern.

Umsetzung der Ideen

Da wo vorher Abstellfläche und der Bereich für den Kompost war, entstand der neue Eingangsbereich. Hier haben wir den Boden nach den Arbeiten nur begradigt und links und rechts vom neu angelegten Hauptweg im darauffolgenden Frühjahr mit der Pflanzung der Stauden begonnen. Dafür haben wir diese Sorten ausgewählt:

Dryopteris filix-mas (heimischer Wurmfarn)
Brunnera macrophylla ‘Betty Bowring’ (Weißes Kaukasusvergissmeinnicht)
Aster divaricatus (Wald-Aster)
Dicentra spectabilis ,Alba’ (Tränendes Herz)
Hosta Plantaginea-Hybr. ‚Royal Standard‘ (Funkie)
Anemone Japonica-Hybr. ‚Honorine Jobert‘ (Japan-Herbstanemone)

Dank dieser Auswahl blüht es zu jeder Jahreszeit im Waldgarten. Im Frühjahr blüht Brunnera macrophylla ‘Betty Bowring’ (Weißes Kaukasusvergissmeinnicht). Sie wird nach und nach von Dicentra spectabilis ,Alba’ (Tränendes Herz) abgelöst. Aster divaricatus (Wald-Aster) blüht bis in den späten Herbst. Besonders sie entwickelt sich prima in dieser schattigen Umgebung. Dryopteris filix-mas (heimischer Wurmfarn) und Hosta Plantaginea-Hybr. ‚Royal Standard‘ (Funkie) sorgen für das üppige Grün. Anemone Japonica-Hybr. ‚Honorine Jobert‘ (Japan-Herbstanemone) ist an diesem Standort bereits nach kurzer Zeit eingegangen.

Smarte Bewässerung im Waldgarten

Bis die Stauden sich ausgebreitet und große Lücken sich geschlossen haben oder weitere Neupflanzungen wie Bäume und essbare Sträucher an ihrem Standort gut angewachsen sind, benötigen sie trotz geschützter und schattiger Umgebung reichlich Wasser. 

Um uns die Bewässerung im vollen Alltag zu erleichtern bzw. abnehmen zu lassen, haben wir im Waldgarten ein Bewässerungssystem mit unserem Partner GARDENA installiert.

Bei der Bewässerung des Waldgarten haben wir uns für die Bewässerung mit dem kabellosen und Bluetooth gesteuertem Bewässerungsventil, Bodenfeuchtesensor und dazu besonders weit ausfahrende Versenkregner entschieden.

Dafür haben wir das Bewässerungssystem im Waldgarten über das bereits im Jahr 2020 verlegte Pipeline-System gespeist.
Zunächst haben wir dafür ein längeres Stück der Pipeline wieder aufgegraben und freigelegt. Damit wir die Pipeline an einer Stelle trennen und an diese Stelle ein T-Stück installieren können. Von diesem T-Stück geht das neue Bewässerungssystem in den Waldgarten ab.

Das Trennen der Pipeline und Einsetzen des T-Stück war der schwierigste Teil der gesamten Installation. Nach diesem Schritt müssen alle Teile nur noch ineinandergesteckt werden. Das eingesetzte T-Stück wird mit dem Bewässerungsventil und einem Verlegerrohr verbunden. Das  Bewässerungsventil wird sicher in der Ventilbox verbaut und ist dadurch gut vor äußeren Einflüssen geschützt. Es steuert zusammen mit dem Bodenfeuchtesensor die Bewässerung vollautomatisch.

An das Bewässerungsventil wird das Verlegerohrs angeschlossen und an das Verlegerohr die Versenkregner. Der Bodenfeuchtesensor wird an die Steuerung des Bewässerungsventils angeschlossen.

Das Bewässerungsventil ist kabellos und wird über Bluetooth gesteuert. Es kann also frei von Stromnetz und Kabel bedient werden. Dafür wird eine 9 V Alkaline Batterie benötigt. Dadurch kann das Bewässerungssystem an wirklich jedem Ort im Garten eingerichtet werden. Ein riesen Vorteil!

Über die GARDENA Bluetooth® App kann die Bewässerungsplanung außerdem für bis zu sechs Zeitpläne individuell eingerichtet werden. Hier kann die Startzeit, Pausen, Dauer der Bewässerung oder bestimmte Wochentage festgelegt werden.
Alternativ kann das Bewässerungsventil über einen gut sichtbaren Knopf manuell gestartet und auch beendet werden kann. Die Bewässerungsplanung ist nur über die App möglich. Dieser vermeintliche Nachteil ermöglicht jedoch durch den Betrieb über die 9 V Alkaline Batterie den Einsatz an jedem Ort im Garten.

Die Versenkregner haben eine Höhe von 30cm. Sie haben zwei verschiedene Anschlüsse und können dadurch in der Einbautiefe variiert werden. Entweder erfolgt der Einbau nur etwa zur Hälfte, um noch mehr Höhe für die Beregnung zu gewinnen oder komplett, um sie im unausgefahrenen Zustand unsichtbar in den Garten integrieren zu können.

Die Versenkregner haben eine Wurfweite zwischen 2,5 und 3,5 m Metern und kommen dadurch auf eine Beregnungsfläche von bis zu 40 Quadratmetern. Der Sprühbereich ist von 80 bis 360° einstellbar. Diese Versenkregner können dadurch auch ganz praktisch am Weges- und Beetrand installiert werden.

Der Bodenfeuchtesensor misst die Bodenfeuchte und leitet es an Bewässerungssteuerung weiter. Ist der Boden noch ausreichend feucht, wird der anstehende Bewässerungszyklus übersprungen.

Unsere Vorteile der smarten Bewässerung

Versenkregner

Die Bewässerung mit besonders weit ausfahrende Versenkregner ermöglicht uns zielgenau, flächendenkend über unterschiedlich hohe Pflanzen hinweg beregnen zu können. Das hat den wirklich sehr großen Vorteil, dass Stauden, Bäume und Ausaaten gleichzeitig bewässert werden. Die Regner erzeugen ein gleichmäßiges Sprühbild. Verstopfe Wasserdüsen fallen damit sofort auf.

Noch mehr Höhe (etwa 15cm) haben wir durch einen niedrigeren Einbau der Versenkregner gewonnen. Zielgenau ist der Beregnungsbereich durch den individuell einstellbaren Sprühbereich und Flächendeckend durch individuell einstellbaren Wurfweite.

Bewässerungsventil

Die kabellose und smarte Steuerung des Bewässerungsventils macht die gesamte Installation noch einfacher. Durch den Betrieb über die 9 V Alkaline Batterie konnten wir uns die Einrichtung eines zusätzlichen Stromnetzes sparen. Dieser komfortable Einbau und die smarte Bedienung ermöglicht uns in Zukunft auch Pflanzen im hinteren Gartenbereich zu bewässern.

Bewässerungsplanung

Die Bewässerungsplanung haben wir so gestaltet, dass zunächst eine kurze Zeit angegossen (15 Minuten) und einige Zeit (drei Stunden) später ausgiebig beregnet wird. Durch das Vorwässern wird der Boden angefeuchtet, sodass er größere Mengen Wasser besser aufnehmen kann.
Der Bodenfeuchtesensor bestimmt, ob die anstehende Bewässerungszyklus übersprungen wird.
In Kombination mit dieser geplanten und vollautomatisierten Beregnung hat den sehr großen Vorteil, dass die Beregnung ohne unser Zutun mit Vorwässern sehr Früh am Tag durchgeführt werden kann. Dies spart viel Wasser ein und erleichtert uns im Alltag die Bewässerung ungemein.

Tipp: Aufgrund der geringen Verlegetiefe von nur etwa 25cm ist es besonders wichtig das Bewässerungssystem im Spätherbst Winterfest zu machen. Hierfür kann das Bewässerungssystem z.B. mit einem solchen Set geleert werden. Alternativ eines an der tiefsten Stelle des Bewässerungsystems verbauten Entwässerungsventils entleeren.

An kaum einem anderen Platz halten wir uns bei jedem Wetter so gerne auf, wie im neu angelegten Waldgarten. Die Bäume bieten Schutz und spenden Schatten, das Licht funkelt zwischen den Blättern, das Klima ist besonders an heißen Sommertagen unheimlich wohltuend, immer mehr Kleintiere siedeln sich hier an, es raschelt und summt überall. Wir können es kaum abwarten bis hier alles ganz dicht bewachsen ist und wir diesen Bereich im Laufe der nächsten Jahre erweitern.

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Gardena Deutschland entstanden.

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