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Den Garten im Einklang mit der Natur zu gestalten bedeutet für uns, ihn besonders einladend für Bienen und andere Insekten, wie zum Beispiel Schmetterlinge oder Käfer anzulegen. Die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten, also die Pollenübertragung von einer Pflanze auf die Andere und die Befruchtung der Pflanze ermöglicht die Bildung von Samen, Früchten und die Vermehrung von Pflanzen. Wildbienen, Honigbienen und andere Insektenarten leisten für uns einen spürbaren und unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung und Sicherung der biologischen Pflanzenvielfalt sowie der Ertragssicherung oder Qualität der Ernte.

Garten insektenfreundlich Gestalten

Bei der Planung und Umsetzung unseres Gartens achte ich auf eine versetzte Aussaat sowie früh-, mittel- als auch spätblühende heimische Arten anzubauen und zu pflanzen und wild-romantische Bereiche anzulegen oder Lebensräume und Nisthilfen zu schaffen.

Die versetzte Aussaat in unserem Gemüse– und Blumengarten sowie früh-, mittel- als auch spätblühende heimische Arten anzubauen und zu pflanzen, ermöglicht uns eine ganzjährige Ernte und den Insekten über die gesamte Vegetationsperiode hinweg, also vom frühen Frühjahr bis in den Herbst, ein reiches Angebot an unterschiedlichen Sorten.

Das sind zum Beispiel Frühblüher wie Lerchensporn, Taubnessel, Lungenkraut oder blühende Hecke mit Schlehe, zweigriffeligem Weißdorn, Hartriegel und Holunder. Sträucher wie Himbeeren und Johannisbeeren. Wilde Wiesen mit unterschiedlichen Blütenpflanzen wie Hornklee, Wilde Möhre, Wiesen-Platterbse, Wiesen-Salbei und Mohn. Bäume, wie Apfel, Birne, Kirsche, Ahorn oder Weiden.

Im Gemüsegarten sind das zum Beispiel Rucola, Fenchel, Grünkohl, Lauch oder Rosenkohl. Trockenmauer, bepflanzt mit unterschiedlichen Kräutern. Heil- und Gewürzkräuterbeete mit Lavendel, Oregano, Salbei, Schnittlauch und Thymian.

Staudenbeete oder Schnittblumen wie Kornblume, Sonnenblume, Malve, Edeldistel, Cosmea, Ringelblumen oder Aster sorgen beispielsweise für reichlich Pollen und Nektar, sie sind damit wahre Bienen- und Insektenmagnete. Im Schnittblumengarten säe ich neben meinem eigenen Saatgut dafür aus dem „Bienenfreund“-Sortiment von toom* Patagonisches Eisenkraut, Wildblumenmischung ‚Wilde Wiese‘, Blumenmischung ‚Nektarwiese‘, Blumenmischung ‚Schmetterlingszauber‘ und Sonnenhut.

Heimische Pflanzen

Der Anbau von heimischen (alten) Sorten fördert und unterstützt den Bestand an heimischen Bienen und Insekten. In gut sortierten Gärtnereien, bei euch in der Nähe, findet Ihr unterschiedliche einjährige und mehrjährige Pflanzen. In den letzten Jahrzehnten sind viele Wildbienen- und Insektenarten in ihrem Bestand stark zurückgegangen oder regional sogar verschwunden. Mit dem Verschwinden der Pflanzen aus unserer Kulturlandschaft, verschwinden auch die Insekten. Etwa 30% der Wildbienenarten in Deutschland können aufgrund ihrer evolutiven Anpassung nicht auf andere Futterpflanzen ausweichen. Sie sterben ohne ihre Trachtpflanzen lokal selbst dann aus, wenn es reichhaltig blüht und ideale Nistplätze vorhanden sein mögen. Anhand der nachstehenden Liste habe ich die Auswahl der Pflanzenarten in unserem Garten auf unterschiedliche Bienenarten abgestimmt, um den Bestand an unterschiedlichen Insektenarten zu fördern. In Deutschland gibt es etwa 500 Wildbienenarten. Da sie keinen großen Honigvorrat verteidigen müssen, haben die meisten einen sehr kleinen Stachel, der nicht durch die menschliche Haut stechen kann.

Um den Bestand an Wildbienen- und viele Insektenarten zu fördern brauchen sie neben dem richtigen Angebot an Nektar- und Pollenreichen sowie heimischen Pflanzen einen Nistplatz mit geeigneten Materialien.

Nisthilfen als Ersatzlebensraum

Natürliche Lebensräume sind wie zum Beispiel in unserem Garten Streuobstwiesen mit Totholz, Markhaltige Pflanzenstängel, befestigt am Zaun an einem sonnigen Ort, lückiger Rasen mit offenen Bodenstellen und Sandmagerrasen, Holzschuppen mit Nistmöglichkeiten und mit Efeu bewachsen, aber auch Hecken, Waldlichtungen und lichte Wälder mit Totholz, Heiden, Binnendünen oder natürliche Felsfluren und Steilwände aber auch Mauern und Lehmwände und Sandgruben oder Steinbrüche.

Bei den Nisthilfen, die wir selber bauen oder kaufen, handelt es sich um Ersatzlebensräume, die sich an den natürlichen Lebensräumen der Wildbienen orientieren und diese imitieren. toom versucht auf verschiedenste Weise den Bestand an Wildbienen- und vielen Insektenarten zu fördern. Dabei steht u.a. die Unterstützung der Wildbienen-Ansiedlung in heimischen Gärten und auf Balkonen im Fokus. Nisthilfen* können im Garten oder auf dem Balkon vor Wind und Regen geschützt, am besten an einem sonnigen Platz angebracht werden. Ob und von welcher Insektenart die angebrachte Nisthilfe* angenommen wurde, erzähle ich euch in einigen Wochen. Ich bin schon sehr gespannt!

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit toom Baumarkt.

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Nicole
April 29, 2019
Schöner Artikel! Ich möchte unseren Garten dieses Jahr auch viel insektenfreundlicher (und insbesondere bieneneinladender) gestalten, da kommt dieser Beitrag gerade recht.
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